Ratgeber "Patientenverfügung" der Diakonie Baden

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Angehörige haben noch zu oft das Gefühl sich vor Ärzten rechtfertigen zu müssen

Einen neuen „Ratgeber Patientenverfügung“ hat jetzt das Diakonische Werk Baden in Karlsruhe vorgestellt. Der Ratgeber kann auf www.diakonie-baden.de bestellt werden. Es sei wichtig, dass Menschen ihren eigenen Willen formulieren, wenn es um ihr Sterben und ihren Tod geht, so der badische evangelische Wohlfahrtsverband. Eine Patientenverfügung auszufüllen sei keine Garantie für würdiges Sterben. Sinn einer Patientenverfügung sei es, miteinander ist Gespräch zu kommen.

In den Beratungsstellen nehmen die Anfragen nach Patientenverfügungen zu. Oft seien es Frauen um die 60, die sich Gedanken um ihren Lebensabend machen, so Margit Sänger aus dem Diakonischen Werk des Landkreises Karlsruhe. Doch obwohl es seit dem 1.9.2010 ein Gesetz zur Patientenverfügung gibt, tun sich viele Ärzte noch schwer damit. Eine Patientenverfügung ist wichtig, um gegenüber einem Arzt etwas in der Hand zu haben,“ so eine Angehörige. Aber man brauche als Angehörige dennoch jemanden, „der einem in Gesprächen mit Medizinern den Rücken stärkt“. Eine Patientenverfügung allein reiche da nicht aus. Im Falle ihres todkranken Vaters sei sie sich im Krankenhaus oft als „Bittstellerin“ vorgekommen. „Es geht darum welche ethische Haltung ein Arzt hat und ob er die richtigen Worte findet im Umgang mit sterbenskranken Menschen,“ so die Frau. Im Hospiz habe sie dann erlebt, dass der Wille ihres Vaters respektiert wurde.

Je kürzer eine Patientenverfügung, desto eher werde sie vom Arzt gelesen, so Hiltraud Röse, Leiterin des Hospizes Arista in Ettlingen. Röse: „Es ist noch viel Aufklärungsarbeit unter Ärzten nötig. Die betreffenden Fachärzte befassen sich schon eher mit dem Thema Patientenverfügung. Die Bedeutung einer Patientenverfügung ist zwar jetzt juristisch geregelt, aber Angehörige müssen sich Ärzten gegenüber oftmals immer noch rechtfertigen, wenn sie für den Willen des Betroffenen gegen lebensverlängernde Maßnahmen eintreten.“ Sie forderte Ärzte auf, es nicht als Niederlage anzusehen, wenn sie einem todkranken Menschen nicht mehr helfen können.

Die diakonischen Fachleute raten deshalb, nicht nur eine Patientenverfügung zu verfassen, sondern auch einen Bevollmächtigten einzusetzen, der sich für den Willen des Betroffenen einsetzt.

Hier können Sie das Dokument herunterladen:

diakonie-baden

Kontakt:

Das Diakonische Werk der
Evangelischen Landeskirche in Baden e.V.
Vorholzstraße 3
76137 Karlsruhe

Internet: www.diakonie-baden.de

http://www.diakonie-baden.de/publikationen/bestellung.php

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