Was bedeutet "Hospiz"

am .

Hospitium (latein.) = Herberge / Gastfreundschaft

Stationäres Hospiz Arista | Ambulanter Hospizdienst | Stiftung

  • Individuelle und liebevolle Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen
  • Begleitung und Unterstützung ihrer Angehörigen und Freunde - auch nach dem Tode und in der Zeit der Trauer

Die Hospizbewegung

Die Hospizbewegung entstand in den 60er Jahren. Nachdem der Tod immer mehr zu einem “Unfall“ wurde und ins Abseits gedrängt wurde - in den Großstädten starben mehr als 80 % der Menschen in Kliniken oder einsam und unter unwürdigen Umständen - entstand in den 60er Jahren eine Bewegung der Rückbesinnung.

Besonders das Wirken und die Erkenntnisse zweier Frauen gaben dieser Bewegung wichtige Impulse:

Elisabeth Kübler-Ross

Durch ihre bahnbrechenden Forschungen (Kübler-Ross 1969), die sie trotz heftiger Anfeindungen durchführte, ist es ihr gelungen, das Tabu des Todes als erste so nachhaltig zu brechen, dass es vielen anderen darauf den Mut gegeben hat, es ihr gleichzutun.

Diese englische Sozialarbeiterin, Krankenschwester und Ärztin eröffnete 1967 in einem Londoner Vorort nach jahrzehntelanger Vorbereitung ein konkretes Haus für sterbende Menschen (Boulay 1987). Sie hat damit eine Institution geschaffen, die auch nach außen zeigt, dass sterbende Menschen das Recht haben in unserer Gesellschaft Raum einzunehmen.

Dieses Haus nannte sie, anknüpfend an die mittelalterliche Bezeichnung für Herbergen an den Pilgerwegen, Hospiz.


Die Entstehung des Hospiz-Konzeptes

Seither sind fast 40 Jahre vergangen und aus dem ersten Hospiz neuer Art hat sich eine weltweite Bewegung, die Hospizbewegung, entwickelt. Am Anfang bezeichnete das Wort "Hospiz" ausschließlich ein konkretes Haus für Sterbende.

Heute wird der Begriff weiter und umfassender verwendet:

Hospiz stellt ein umfassendes, ganzheitliches Unterstützungskonzept für sterbende Menschen und ihrer Angehörigen dar. Dieses Konzept muss an jedem Ort jeweils wieder neu gestaltet und entwickelt werden.

Hospiz meint also nicht nur eine konkrete Institution - sei es ein ambulanter Hospizdienst oder ein stationäres Hospiz - sondern umfasst ein Angebot wieder entdeckter Traditionen des menschlichen Umgangs mit Sterbenden, zugeschnitten auf die jeweiligen Bedürfnisse der Betroffenen an einem konkreten Ort und zu einer konkreten Zeit.

Begleiten in der letzten Lebenszeit

In diesem Sinne steht schwerkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen das Hospiz in Ettlingen zur Verfügung. Zum einen durch den ambulanten Hospizdienst und seit Eröffnung des neuen stationären Hospizes im März 2006 auch im Hospiz Arista.

Broschüre des Fördervereines Hospiz Ettlingen e. V.

Wir, die hauptamtlichen und ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchten Menschen in der Zeit des Sterbens unterstützen und so begleiten, dass sie ihre letzte Lebensphase als lebenswert und erfüllt empfinden können.

Wir möchten Angehörigen Hilfen in der Zeit des Abschiedes geben und ihnen in der Trauer zur Seite stehen. Dabei orientieren wir uns an einem ganzheitlichen Ansatz, indem wir Betroffene in ihrer Lebensgeschichte achten und ihre Bedürfnisse in körperlicher, seelischer, sozialer und spiritueller Hinsicht wahrnehmen.


"Leben dürfen bis zum Tod"

heißt unser Wahlspruch. Unsere Arbeit bejaht das Leben und die Zeit des Sterbens.

  • Wir wollen das Sterben weder beschleunigen noch verlängern.
  • Wir setzen uns für die Linderung körperlicher und seelischer Beschwerden ein.
  • Wir respektieren die Wünsche der schwerkranken und sterbenden Menschen.

Unsere Hilfe ist unabhängig von Alter, Religion und Staatszugehörigkeit des betroffenen Menschen.

Es steht ein ambulantes Angebot - Begleitung zuhause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim - und ab 01. März 2006 ein stationäres Angebot zur Verfügung.

Grundriss des neuen Stationären Hospizes (Erdgeschoss) (c) Professor Johannes Jakubeit

Grundriss des neuen Stationären Hospizes (1. OG) (c) Professor Johannes Jakubeit

Grundriss des neuen Stationären Hospizes (Ostansicht) (c) Professor Johannes Jakubeit

Grundriss des neuen Stationären Hospizes (Südansicht) (c) Professor Johannes Jakubeit

Perspektivische Darstellung des neuen Stationären Hospizes (c) Architekturbüro Keller

Darüber hinaus hat unsere Arbeit das Ziel, den Umgang mit Sterben, Tod und Trauer in unserer Gesellschaft positiv zu verändern und das Sterben wieder zu einem Teil des Lebens werden zu lassen. Diesem Ziel dient auch unser Seminar- und Vortragsangebot mit seinen vielfältigen interessanten Angeboten. Wir möchten Menschen ermutigen, sich mit dem Thema Tod und Trauer auseinander zu setzen und das Sterben in der Familie und im Freundeskreis anzunehmen.

In der Hospizarbeit sind hauptamtliche und ausgebildete ehrenamtliche MitarbeiterInnen (Freiwillige BegleiterInnen) tätig. Sie wird vor Ort vom Diakonischen Werk getragen und vom Förderverein Hospiz e. V. ideell und finanziell unterstützt.

Informationen zum Förderverein Hospiz Ettlingen e.V.

Informationen zum ambulanten Hospizdienst finden Sie im Hospizdienst-Flyer.

Newsletter Bestellen

captcha 

10 Jahre Arista

hospiz arista 10 jahre

Kleines Trauerbuch

PDF- Trauerbroschuere

10 Jahre Hospizstiftung

PDF - 10 Jahre Hospizstiftung