Förderverein

Mein fröhliches Sterbelied (Agnes Kunze)

Geschrieben von Andreas Kraut am .

Mein fröhliches Sterbelied (vorgetragen von Susanne Goldmann)

Wenn ich sterbe,              
lasst mich noch einmal das Licht sehen –
die Sonne, vielleicht sogar
zwischen Himmel und Erde einen Regenbogen,
und wenn es nachts ist,
den Mond und den großen Wagen  –
bereit zur Abfahrt.

Wenn ich sterbe,              
lasst mich noch einmal ein Flötenkonzert hören,
und wenn es morgens ist,
das Zwitschern der Vögel im Pilkani-Baum,
das Gurren der Tauben, den Ruf der Koel.

Wenn ich sterbe,              
lasst mich noch einmal frisches Wasser schmecken,
süße Melonen und Mangos
und  von festlicher Mittagstafel den Wein –
kurz vor dem Abschied.

Wenn ich sterbe,              
lasst mich noch einmal Jasmin riechen,
und wenn es abends ist,
den Duft verblühender Rosen in verwunschenen Gärten
und an der Friedhofsmauer.

Wenn ich sterbe,              
lasst mich noch einmal Hände spüren
bei Tag und des nachts –
warm in den meinen und kühlend auf heißer Stirn.             
Hände, die segnen und die mir das Brot reichen zur Wegzehrung.

Lasst mich noch einmal,
wenn ich sterbe,               
sehen, hören, schmecken, riechen
und spüren alle Lichter und Farben –
alle Klänge, jeden Wohlgeschmack, jeden Duft
und alle Umarmungen dieser geliebten Welt.

Geliebt und umarmt – jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.
Agnes Kunze, Dehra Dun, Indien 1990

Agnes Kunze (* 12.08.1923 in München, † im November 1998).

Während der Zeit des NS-Regimes brach sie ihr Studium ab, um in einer Anstalt für geistig Behinderte zu arbeiten; von 1953 bis 1961 war sie Gemeindeschwester im Hasenbergl; 1961 baute Agnes Kunze in Indien eine Webereigenossenschaft auf, in der Leprakranke arbeiteten und medizinisch betreut wurden. So konnte sie ihr Ziel verwirklichen, keine Almosen zu verteilen, sondern „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu geben.

Der Agnes-Kunze-Platz (Namensgebung 2013) liegt am „Hasenbergl“ am Ende der Grohmannstraße. 

Der letzte Koffer (Purple Schulz)

Geschrieben von Andreas Kraut am .

Der letzte Koffer

Mach es dunkler und schließ die Tür
und leg dich einfach her zu mir 
Kühl meine Stirn, sei leis und sacht 
und lass mich nicht allein heut nacht

Vielleicht ist es zu früh 
doch passend ist es nie 
Vielleicht bist du noch nicht 
soweit doch für mich wird‘s langsam Zeit

Begleite mich bis zu dem Moment 
wo alles sich von allem trennt 
um schließlich wieder dort zu sein 
an diesem Ort, den niemand kennt

Ich geh nur rüber, mehr ist es nicht 
Hab keine Angst, sei stark 
Nimm dir die Zeit und wein um mich 
und dann leb jeden Tag

Ich werd nun auf die Reise gehen 
Mein letzter Koffer, der bleibt hier stehen 
Denn da ist mein ganzes Leben drin 
Ich lass es hier. Dann macht es Sinn

Mach die Fenster und Türen auf 
Etwas zieht mich dort hinauf 
Da will ich sein, mehr gibt es nicht 
Ich geh nur heim, ich geh ins Licht

Begleite mich bis zu dem Moment 
wo alles sich von allem trennt 
Ich geh nur heim, mehr ist es nicht 
Ich geh nur heim, mehr ist es nicht 
Ich geh nur heim, mehr ist es nicht

(Text: Purple & Eri Schulz / Musik: Purple Schulz)

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Geschrieben von Andreas Kraut am .

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Geschrieben von Andreas Kraut am .

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